Beispiele Leseautobiographien

LAB-Workshops mit Lehrlingen 

“Die Interesse zum Lesen begann im Kindergarten mit einen Bilderbuch. In der Volksschule mussten wir kleine Taschenbücher lesen und das fand ich auch ziemlich interessant. Krimi und Drama Bücher kamen in der Mittelschule auf mich zu. Mit 15 bekam ich mein erstes Handy und hab mich für Bücher nicht mehr interessiert. So begann ich mit den Social Medias. Plötzlich kam die Interesse für die Musik Welt. Ich begann Rapp Lieder zu hören. Die meisten Räpper singen über deren Vergangenheit. Ich liebe den Mix von Melodie und Geschichte.

Ich finde es Interessant wie ein Mensch sich von ganz klein auf was großes Aufbauen kann. Das Leben ist manchmal so unfair. Die Menschen die hart für deren eigene Zukunft kämpfen, kriegen nicht das was sie eigentlich wollten. Ich habe mir vor paar Wochen ein Buch ausgeborgt was “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” heißt. Das Buch ist extrem schön doch leider hab ich mir den Film schon angeschaut.”

(LAB einer TeilnehmerIn)

„Ich bin nicht mit Bücher aufgewachsen meine Eltern haben selber nicht gelesen und ich selber bin auch nicht interessiert gewesen.

Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich durch die Schule angefangen zu lesen ich hatte selber meine Eigene Kurzgeschichten geschrieben und darin war ich gut. Ich hab dann eine lange Zeit gelesen und hatte nach ein Jahr eine Leseblockade. Meine Schwester hat mich dann dazu motiviert ich habe mit ihr über das was ich gelesen habe geredet und sie umgekehrt. Ich hatte ein baar Freunde mit denen ich Bücher austauschen konnte. In der Zeit wo ich gerne gelesen habe habe ich überall gelesen mir war es egal was alle gesagt haben Streberin und das. Ich war in meine eigene Welt beim Lesen. Manche über emotionaler als manche, manche waren lustig, manche waren eine Lehre für das Leben.

Ich bin irgendwie durch die Bücher, die Serien und die Filme die ich geschaut oder gelesen habe als Mensch gewachsen. Ich hab Sachen mehr geschätz.

(LAB einer TeilnehmerIn)

“Lesen habe ich erst in der 3. oder 4. Klasse Volksschule begonnen. Wir haben mit Bilderbücher angefangen. Davor habe ich noch nie gelesen. Mein Vater aber schon. Ich habe mir sehr schwer getan, weil ich die Sprache nicht so gut konnte und meistens habe ich den Inhalt nicht verstanden. Aber trotzdem musste ich in der Schule lesen. In der Hauptschule mussten wir sehr viel lesen wie z.B.: Romane, Märchen etc. Wir mussten die Wörter die wir nicht verstehen aufschreiben u. übersetzen lassen. Die Bücher was mir gut gefallen sind die Wolke und Anne Franks Tagebuch. Die waren von Lehrerinnen. Für mich waren die Bücher sehr interessant und emotional. Meine Lieblingsbücher waren L wie Love, Wie man richtig küsst und Gregs Tagebuch. Ich mag eher Liebesgeschichten und Wahregeschichten. Ich habe gerne in der Schule gelesen. Wenn ich lese stelle mir immer Bildlich vor oder ich denke immer dass ich es bin. Es wird so spannender.

Ich habe aber mit lesen aufgehört weil ich auch aufgehört habe in die Schule zu gehen. Ich kam nie dazu ein Buch zu lesen. Im Jahr 2012 habe ich ein Smartphone bekommen mit Internet. Es ist mir sehr wichtig geworden weil es auch jeder hatte. Man hat sich cool gefühlt mit den Handy. Ich habe dann mit Facebook begonnen. Danach mit Instagram u. Snapchat habe ich begonnen. Seitdem lese ich keine Bücher mehr. Es ist schade aber man wird schnell abgelenkt.”

(LAB einer TeilnehmerIn)

„Ich heiße (…) und das ist meine Geschichte. Mit 2 war ich in Kindergarten. Ich habe nie Deutsch gesprochen sagen meine Eltern jedes mal als mein Kindergarten Tanten mit mir Deutsch gesprochen haben habe ich im Türkisch gesprochen. Als ich schon in der Volksschule war war es nicht anders ich konnte kaum Deutsch sprechen und als ich langsam langsam gelernt habe konnte ich schon Deutsch verstehen und sprechen viele haben gesagt das mein Deutsche akzent ganz normal ist nur mein Grammatik war Katastrophe. 3 Klasse NMS haben wir eine neu Schülerin bekommen. Sie war kein Türkin sie war Albanerin erste mal in meinem Leben war ich mit jemanden nah die keine Türkin war. Natürlich hatte ich Freunde die andere Nationalität hatten nur ich war nicht so nah mit denen auser Sie. Ich musste immer Deutsch mit ihr sprechen dadurch habe ich mich sehr verbessert es war definitiv besser als früher. Jetzt spreche ich normal und verstehe ich auch normal aber noch immer habe ich Probleme beim Grammatik.“

(LAB einer TeilnehmerIn)

„Ich persönlich habe nie wirklich viel gelesen nur in Schule, wenn es sein musste damit ich keine schlechte Note bekomme, in Volkshule ab und zu ein Buch aber nicht wirklich in meiner Freizeit war ich lieber Fußballspielen, oder sonst was draußen Sport machen. Meine Schwester ließt ab und zu aber Eltern sehr selten. Informationen hole ich mir aus dem Handy oder TV höre lieber als lesen. Ab und zu aus langeweile Kinderbücher.“

(LAB einer TeilnehmerIn)

“In der Volksschule haben wir meistens Gedichte gelesen aber das fand ich anstrengend, weil wir das Auswendig lernen mussten. Wir haben dann auch Märchen gelesen und das fand ich okey. In der Österreich mussten wir sehr oft Zeitungen lesen und das war extrem anstrengend für mich, weil mich das gar nicht Interessiert hat. Früher hat mich gar nicht Interessiert was mit dem lesen zutun war aber nach der Zeit hat es mich begonnen zu Interessieren und somit habe ich auch begonnen Bücher zu Lesen. Mein Ausbildner hat mir Bücher vorgeschlagen, weil ich meine Leseförderung verbessern wollte. Er hat mir Romanbücher gegeben und ich fand die Bücher richtig spannend. Als ich das Roman Buch fertig gelesen habe, wollte ich ein neues Buch lesen und so habe ich ein Erotikbuch aus Internet bestellt, der Buch heißt “Emanuelle oder der Garten der Liebe” ist von 1976 und ist richtig spannend und Elegant geschrieben.”

(LAB einer TeilnehmerIn)

 

Weitere Auszüge* aus LAB von Lehrlingen:

*um die inhaltlichen Dimensionen in den Vordergrund zu stellen wurden Rechtschreibung und Satzbau weitestgehend korrigiert.

„Mein Vater hat uns aufgefordert, dass wir mehr lesen sollen in unserer Freizeit. Aber er hat sich nicht wirklich darum gekümmert, obwohl es ihm auch wichtig war.“

„Ich habe schon im Kindergarten angefangen zu lesen. Schon als Kleinkind wurde mir der Zugang zu Fernseher oder Computer verboten. Stattdessen wurde ich in die Bibliothek geschickt. Ich las Thomas Brezina, von Prinzessinnen, bis hin zu Jugendbüchern und Menschen, die eine dunkle Vergangenheit hatten.“

„Mit 4 bin ich in den Kindergarten gegangen. Dort habe ich Buchstaben kennengelernt und unsere Pädagogin hat uns Bücher vorgelesen.“

„Ich bin nicht mit Büchern aufgewachsen. Meine Eltern haben selbst nicht gelesen und ich bin auch nicht interessiert an Büchern gewesen. Nach dem Hauptschulabschluss habe ich angefangen zu lesen und ich habe meine eigenen Kurzgeschichten geschrieben. Darin war ich gut.“

„In jeder freien Minute – wenn ich nichts anderes zu tun hatte – konnte ich in die Bibliothek gehen und dort entspannt meine Bücher lesen. Aber auch nach der Schule bzw. zuhause habe ich gerne vor dem Schlafen ein bisschen gelesen. Je nachdem wie das Buch war. Ab einem gewissen Alter, mit ca. 13 oder 14 Jahren, hat das aufgehört und ich interessierte mich immer weniger für Bücher und Geschichten, ging seltener in die Bibliothek, bis gar nicht mehr.“

„Ich lese sehr gerne Romane. Meine Freundin hat mir mal einen Roman geschenkt und ich habe ihn auch fertig gelesen. Es hat mir sehr gefallen, es ging viel um die Liebe.“

„Meine Mama hat mir Harry-Potter-Bücher gekauft und die habe ich auch alle durchgelesen. In der 3. und 4. Klasse Hauptschule mussten wir in der Schule Bücher lesen. Das hat mir auch ziemlich Spaß gemacht. Als ich 13 und 14 Jahre alt war habe ich sehr viele Bücher gelesen, hauptsächlich Krimis und Romane.“

„Ich persönlich habe nie wirklich viel gelesen, nur in der Schule, wenn es sein musste, damit ich keine schlechte Note bekomme.“

„In meinem Land habe ich keine Schule besucht, weil ich keine Möglichkeit hatte die Schule zu besuchen als ich klein war. Ich war in der Moschee und habe Quran (Koran) gelesen.“

„Ich habe oft griechische Mythologie gelesen, in der Schule, zuhause, in der Bücherei und haben mich wohl und frei gefühlt. Meine Lehrerin hat mir oft Bücher geborgt und ich habe auch mit ihr über das Gelesene gesprochen. Ich habe mir diese Bücher selbst ausgesucht, weil mir das Thema gefiel.“

„In der Schule haben wir oft die Aufgabe bekommen über ein Buch ein Referat zu halten, das wir zugeteilt bekommen haben. Meistens waren es Bücher, die mich oder meine Mitschüler kaum interessiert haben. Wir sind auch oft in die Schulbibliothek gegangen. Die Bücher da haben mich meistens gelangweilt und ich fand es viel interessanter und spannender die Guiness-Bücher zu durchstöbern.“

„Mit der Zeit habe ich begonnen Romane zu lesen und bei der Abschlussprüfung habe ich sogar ein Buch präsentiert. Jetzt lese ich manchmal auf Deutsch, aber für mich ist es leichter auf Russisch zu lesen.“

„Wir hatten einmal eine Lesenacht, doch die Lehrerin ist nach ihren Wünschen vorgegangen und hat uns etwas vorgelesen, das sie spannend fand, uns jedoch gar nicht angesprochen hat. Und so sind auch die meisten der Schüler aus Langeweile eingeschlafen.“

„Heute bin ich 20 und lese meistens nur noch per Internet – also Handy – oder ich schau mir lieber Filme an.“

„Von allen Büchern, die ich bisher gelesen habe, hat mir nur ein Buch gefallen. Das handelte von Fußball. Ich habe so viel über Fußball gelernt und bin richtig informiert.“

„Als ich schon in der Volksschule war, war es nicht anders. Ich konnte kaum Deutsch sprechen und als ich ganz langsam gelernt habe, konnte ich schließlich auch mehr verstehen und selbst sprechen. Viele haben gesagt, dass mein Akzent ganz normal ist. Nur meine Grammatik war eine Katastrophe.“

„Meine Deutschkenntnisse waren nicht sehr gut, doch meine Lehrerin wollte eine Präsentation. Da habe ich im Internet eine Zusammenfassung gefunden.“

„Zur Zeit lese ich Bücher auf Koreanisch oder Englisch. Es ist gut Bücher zu haben, damit man die Sprache dadurch nicht vergisst und man daraus lernen kann.“

„In der Mittelschule musste ich oft aus der Bibliothek Bücher ausleihen und Referate halten. Ich habe zwar angefangen diese Bücher zu lesen, aber leider nicht zu Ende gelesen. So habe ich auch schlechte Noten gekriegt. Da die Bücher zu viele Seiten hatten, wollte ich sie nicht lesen und sie waren auch nicht interessant. Ich hoffe, dass sich das ändert und ich mehr lesen werde.“

„Ich denke, der Grund warum ich mich nicht mit Büchern auseinandergesetzt habe liegt erstens am Zwang, zweitens weil es Bücher waren, die mich nicht angesprochen haben, und drittens ich mir die Zeit nicht genommen habe mich mal hinzusetzen und nur zu lesen und zu verstehen“.

„Was ich sagen kann ist, dass meine Eltern mir meine Muttersprache beigebracht haben als ich klein war. Ich kann Serbisch sprechen, schreiben und lesen. Aber das serbische Alphabet kann ich leider nicht. Mit drei habe ich mir selber die deutsche Sprache beigebracht. Natürlich auch mit Hilfe des Lehrers. Genauso das Lesen.“

 

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