Projektevaluation (Zeitliche Dimensionierung) – ERG Donaustadt

ERG71) Zeit um die Projektgruppe zu bilden: Insgesamt bewerteten auch die Schüler/innen des ERG die zeitliche Dimension der Gruppenbildung durchwegs positiv. 48% gaben an, dass im Projekt „genug Zeit“ dafür zur Verfügung stand und 39 % waren der Meinung, dass es eher genug Zeit dafür gab. Dennoch wählten insg. drei Schüler/innen die Varinate „gar nicht genug Zeit“ auf dem Evaluationsbogen.

ERG42) Auch die Frage nach der zeitlichen Dimension des Projektbuch-Voschlages wurde insgesamt positiv bewertet. Dennoch haben ganze 30% der Teilnehmer/innen die zeitliche Dimensionierung als zu knapp erlebt. Mit „Recherche und Auswahl“ als eigenständiger Projektphase – und der Erhöhung der zeitlichen Ressourcen – soll dem ab dem Herbst entgegengewirkt werden.

ERG13) Ganz ähnlich (wie in der PTS) die Bewertung der Auwahlphase insgesamt. Ein Drittel der Schüler/innen bewertete das Zeitkonzept hier negativ mit „eher nicht genug Zeit“. Auf Basis dieser Erkenntnis wurde „Recherche & Auswahl“ (die im Pilot noch Teil der Lesephase waren) für den Herbst ’17 als eigenständige Projektphase konzipiert (siehe Fazit unten).

ERG64) Ebensfalls verbesserungswürdig erscheint den Teilnehmer/inne/n des ERG die zeitliche Dimensionen des Büchereibesuchs (Detailergebnisse zur Bücherei folgen). Dennoch waren insg. zwei Drittel der Kinder der Meinung, dass für das Kennenlernen der Bücherei vor Ort „genug Zeit“ bzw. „eher genug Zeit“ einberaumt wurde.

ERG55) Das Ziel, den Schülern und Schülerinnen des ERG die Arbeit mit dem Online-Katalog der Büchereien Wien zu vermitteln, muss entlang einer ersten Evaluation – wie auch in der PTS – als verfehlt bewertet werden. Die Evaluation, die eben der Resturkturierung einzelner Projektphasen dient, gibt hier unbedingten Anlass zu Verbesserungen.


ERG26)
Wiederum als ausreichend kann demgegenüber die zeitliche Dimensionierung der 6-wöchigen Lesephase gesehen werden. Insgesamt bewerteten 87% diese positiv, während drei Schüler/innen angaben „eher nicht genug“ bzw. „gar nicht genug“ Zeit zum Lesen gehabt zu haben.


ERG37)
Im Gesamtergebnis wird die Arbeit in der Schreibwerkstatt auch durch die ERG-Schüler/innen zeitlich als ausreichend bewertet. Doch betreffen auch hier die Positivbewertungen zum Großteil die Antwortkategorie „eher genug Zeit“. Ein Drittel der Kinder bewertete das Zeitkonzept negativ.

ERG8 8) Anders als in der PTS bewerten die Teilnehmer/innen des ERG die verfügbare Zeit für das Schreiben des Drehbuches positiver als die zeitlichen Rahmenbedingungen der Schreibwerkstatt selbst. Dennoch lässt sich die Differenz durch die ansatzweise Arbeit an Film- bzw. Theaterproduktionen erklären – die natürlich dementsprechende Erwartugshaltungen wecken.

FAZIT:

Die Bewertung der Projektphasen und Arbeitsschritte durch die teilnehmenden Schüler/innen, stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Projekts „Fortsetzung folgt…“ dar. Im Rahmen einer ersten Evaluation des (Pilot)Projekts stellen die zeitlichen Dimensionen dieser Projektphasen einen Arbeitsschwerpunkt dar. Dabei lassen sich drei konkrete Problemfelder verorten:

  1. Die zeitliche Dimension der Buchauswahl (vor dem Hintergrund eines partizipativen Zugangs)
  2. Die zeitliche Dimension der Entwicklung digitaler Kompetenzen (Stichwort: Online-Katalog)
  3. Die Vermengung von (ansatzweisen) Produktionen (Film & Theater) im Rahmen der Schreibwerkstätten

ad 1) Als Konsequenz auf die unzureichende Bewertung der zeitlichen Dimension der Buchauswahl wird mit „Recherche & Auswahl“ eine neue Projektphase etabliert. Waren diese Arbeitsschritte im Pilotprojekt noch in die Literaturphase subsumiert, so teilt sich letztere zukünftig in „Recherche & Auswahl“ sowie „Lesen“. Aufgrund der außerordentlich positiven Bewertung der Lesezeit (siehe Frage 6) wandert eine Woche von dieser zu „Recherche und (Buch)auswahl“ (künftig 2 1/2 Wochen).

ad 2) Mit der zeitlichen Aufstockung der Eingangsphase erfolgt auch die Empfehlung an künftige SchulpartnerInnen, die – in den Büchereien im Rahmen der Orientierungsveranstaltung erlernten – Kenntnisse bzgl. der Online-Recherche im Schulunterricht zu vertiefen und der ersten, geführten Orientierung einen zweiten, freien Besuch der Bücherei-Zweigstelle des Bezirks folgen zu lassen.

ad 3) Die Durchführung von Produktions-Arbeiten (Filmen, Theaterproben) abseits des Drehbuchs im Rahmen der Schreibwerkstatt stellen nicht nur ein Problem für die Projektevaluation, sondern in erster Linie ein Problem für den gesamten Projektablauf dar. Im Rahmen der Evaluation hatten die TeilnehmerInnen auch die Möglichkeit ein freies Feedback zu geben. Von den 23 teilnehmenden Schüler/innen nutzen 7 diese Möglichkeit – in erster Linie um auf Schwierigkeiten im Prozess der Buchauswahl aufmerksam zu machen. Eine Produktionswerkstatt (im Ausmaß von mindestens 2-3 Unterrichtseinheiten) im Anschluß an die Schreibwerkstatt stellt auch hier eine wesentliche Voraussetzung für eine hochwertige Arbeitsatmosphäre bzw. gehaltvolle Projektergebnisse und zufriedene Teilnehmer/innen dar.

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